Kathedrale St. Michel et Gudule

Die Kathedrale Saint Michel et Gudule, oder auch Sankt Michael und Sankt Gudula, ist die berühmteste und wichtigste Kirche der Stadt Brüssel. Sie liegt auf dem Hügel Treurenberg im Zentrum der belgischen Hauptstadt in direkter Nähe zum Hauptbahnhof, zum Brüsseler Stadtpark und zu den Parlamentsgebäuden des Staates Belgien. Die Kathedrale St. Michel et Gudule ist heute Hauptkirche der Stadt sowie Nationalkirche des Königsreichs Belgien. Hochzeiten, Taufen oder Begräbnisse der belgischen Königsfamilie werden deshalb immer hier gefeiert. Außerdem ist sie seit 1962 Sitz des Erzbistums Mecheln-Brüssel. Erst seitdem darf die Kirche offiziell den Titel einer Kathedrale führen.

Die Wurzeln der Kathedrale reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Damals stand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine Taufkirche, die dem Erzengel Michael geweiht wurde. Der Bau der Kathedrale, wie sie heute zu sehen ist, begann im Jahr 1226. Erst Ende des 15. Jahrhunderts wurde er mit der Fertigstellung des 69 Meter hohen Turms abgeschlossen. Was die Kathedrale besonders sehenswert macht, sind die 16 Chorfenster aus Buntglas, die ihr eine wunderschöne, lichtdurchflutete Atmosphäre verleihen. Die über 1000 Glasgemälde darin zeigen beeindruckende Kunstwerke aus dem 16. Jahrhundert. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Schwalbennestorgel, die im Jahr 2000 erbaut und eingeweiht wurde. Sie hat 63 Register und wird zur Hälfte mechanisch (Spieltrakturen) und zur Hälfte elektrisch (Registertrakturen) betrieben. Sie stammt aus der Herstellung des deutschen Orgelbauers Gerhard Grenzing.

Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten in Brüssel sind der Grand Place, das Manneken Pis, der Justizpalast und das Atomium. Der Grand Place und das Manneken Pis sind von der Kathedrale aus gut zu erreichen da beide weniger als einen Kilometer von der Kathedrale entfernt liegen.