Palais Royal

Das Königsschloss in Brüssel befindet sich am Ende der königlichen Parkanlage. Der Bau wurde im Jahr 1829 beendet und repräsentiert den neobarocken Stil. An seiner Stelle befand sich früher eine Hofburg, die jedoch im Jahr 1731 abbrannte. Es entstand dann eine Residenz aus insgesamt vier Häusern, die im Jahr 1815 unter König Wilhelm I zu einem Schloss aus- und umgebaut wurden. Der Palais Royal diente König Leopold I dann später als Residenz. Von seinem Nachfolger, Leopold II, wurde das Schloss dann wieder verändert, so dass es bis zum Jahr 1903 sein endgültiges Aussehen erhielt. Das Schloss diente bis zum Jahr 1935 als Wohnsitz der belgischen Königsfamilie, die dann nach Laeken umzog. Heute befindet sich in dem Gebäude das Büro des Königs, und es wird vom Prinzen bewohnt. Außerdem ist in dem Komplex auch noch ein Museum untergebracht. Für Besucher ist das Königsschloss nur wenige Wochen im Jahr geöffnet, aber auch von außen ist das historische Gebäude sehr sehenswert. Der Eintritt ist frei, so dass vor allem am Wochenende und bei schlechtem Wetter mit großem Andrang gerechnet werden muss.

Während des Rundganges kann man die prunkvollen Räume besichtigen, besonders sehenswert sind der Spiegelsaal, der Thronsaal, der große weiße Salon, der Musiksaal, der blaue Salon, die Ehrentreppe, die große Galerie und der Empiresaal. In letzterem befinden sich 11 Töpfe mit der Erde aus den verschiedenen belgischen Provinzen. Zu jedem Baum, und somit zu jeder Provinz, gibt es eine passende Geschichte. Im Palast gibt es zudem mehrere Prunksalons, die für Staatsempfänge genutzt werden, die Gäste können dann auch gleich in den Gästezimmern des Hauses untergebracht werden.