Schloss Laeken

Das Schloss Laeken befindet sich im Norden von Brüssel und ist der Wohnsitz der belgischen Königsfamilie. Es wurde zwischen 1781 und 1785 im neoklassischen Stil errichtet. Im 19. Jahrhundert diente das Schloss als Residenz für das niederländische Königshaus. Nach der französischen Revolution, als sich Belgien von den Niederlanden abspaltete, wurde das Schloss Laeken der Wohnsitz des belgischen Königs Leopold I. Sein Thronfolger, Leopold II, ließ das Schloss nach seinen Vorstellungen umbauen und gab die berühmten königlichen Gewächshäuser in Auftrag. Im April/Mai werden diese schönen Gewächshäuser zwei Wochen lang für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zehntausende Besucher strömen dann durch die gläsernen Bauten, um den Pflanzenreichtum zu bewundern. Besonders sehenswert ist der Palmengarten, das Kongohaus, der Wintergarten und die Eiserne Kirche. Die Gewächshäuser haben die Silhouette einer Stadt und muten fast wie eine gläserne Stadt an. Zum Zeitpunkt des Baues waren Bauwerke aus Glas und Metall noch neu, so dass die Gewächshäuser damals etwas Einmaliges waren.

Der Stil wurde exakt an das den Schlosses angepasst, um eine perfekte Einheit zu bilden. Es sind vor allem exotische Pflanzen zu bewundern, besonders Kamelien hatten es dem belgischen König angetan. Der Laken-Park befindet sich direkt am Schloss und umfasst mehrere Parkanlagen. Der öffentliche Park umfasst den Königlichen Park, den Kolonialgarten, den Heyselpark und den Park von Stuyvenberg. Das Schloss selbst kann man leider nicht besichtigen, da es ja von der belgischen Königsfamilie bewohnt wird. Dennoch ist es einen Besuch wert, und auch die Parkanlagen rund um das Schloss laden zum Verweilen und Ausruhen ein.